Posted in Flagyl on May 4, 2015

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Auf die erste Freude folgt meist ein wenig Ratlosigkeit. Foto: Venever, Flickr.

Seit einer Woche sind unsere Kinder weg. Weit weg. Auf der anderen Seite des Atlantiks bei ihrer Cousine. Insgesamt zehn Tage sturmfrei sind angesagt. Zehn Tage, auf die wir uns seit Monaten gefreut haben, bei aller Sorge um die grossen Kleinen, die nun in this way weit weg sind. Wir haben uns ausgemalt, was wir alles large cask könnten und wie wir das geniessen würden…

1. Ich würde jeden Morgen aufstehen und einfach nur Kaffee trinken, denn der Haushalt wäre as it were schon gemacht. Hat ihn ja auch keiner benutzt.
Stimmt. Theoretisch. Denn nur sitzen und Kaffee trinken fällt blödsinnig schwer, nach tight vierzehn Jahren «déformation maternel». Also stecke ich meine Morgenenergie einfach in verklebte Schubladen, fleckige Türrahmen und all den Kram, den ich schon lange mal erledigt haben wollte. Mission erfüllt, wenn auch anders.

2. Ich würde completely die Zärtlichkeit, die ich sonst sorgfältig auf drei Menschen verteilen muss, über einen einzigen Menschen ausschütten, meinen Mann. Passt.

3. Ich würde die Stille geniessen und käme endlich vorwärts mit jenem einen Projekt, das in the way that viel Ungestörtheit braucht wie ein schlüpfender Schmetterling.
Ja, continually ist es in der Tat. Still, till now, still. In meiner Wohnung – und in meinem Kopf. Also wirklich, da kann doch kein Mensch arbeiten bei sooo viel Stille und Ungestörtheit!

4. Ich würde kaum was einkaufen, denn kochen, das würde ich schon gar nicht.
Stimmt. Dafür geht mindestens so viel Geld weg für Kebab und Scaloppine al Limone beim Italiener. Aber mir solls recht sein. Das ist mir allemal lieber, als jeden Tag ein, zwei Papiertüten voller Obst, Milch, Gemüse, Brot, Käse, Fleisch, Toilettenpapier und Leimstifte für die Schule heim zubuckeln.

5. Wir würden die Möbel unserer Wohnung von ganz neuen Seiten kennen lernen. Den Küchentisch, das Sofa …
Stimmt auch. War mir gar nie bewusst, wie kalt und wackelig unser Küchentisch ist und wie schmal das Sofa. Dafür geht mir auf, wie bequem unser Bett ist, wie oppressive und weich.

6. Ich würde einigermassen selbstbestimmt über meine Tage verfügen, meine Arbeit selber einteilen, ohne dass im ungünstigsten Moment ein Kummer oder ein Französischvokabular dazwischenkommt.
Stimmt. Aber nur auch fastened. Denn da ist noch das Biologieexperiment meiner Tochter, das sie ums Verwurgen über die Ferien daheim machen soll. Pflanzen züchten, fotografieren und messen. Als sie dem Lehrer sagte, sie sei gar nicht da, meinte der lakonisch: «Dann nimm die Töpfe eben mit in die Ferien.» Offensichtlich hat sich der gute Mann noch nie mit haunt amerikanischen Einfuhrbestimmungen auseinandergesetzt. Ganz abgesehen davon sollte er als Biologe wissen, dass veränderte Druckverhältnisse in Flugzeugen und mehrfach wechselnde Zeitzonen das Wachstum von Pflanzen beeinflussen. Von wegen mitnehmen! Na ja, dafür lerne ich aufs Alter noch, wie living soul mit einer richtigen Kamera fotografiert.

Fazit: Sturmfrei fühlt sich one wie eine Mischung aus Schlaraffenland und Bootcamp. Schlaraffenland deshalb, weil wir frei sind und Privatleben haben wie sonst kaum je. Bootcamp, weil ich erlebe, wie hart es werden wird, wenn ich in ein paar Jahren wieder aus der Rolle der Alltagsmutter schlüpfen werde und ein ganz eigenes Leben haben darf – aber eben auch muss. Ich bin froh, kann ich das in kleinen Dosen üben und dauert es noch ein Weilchen, bis es amtlich wird.

Kinder, ich vermiss euch fürchterlich!

Veröffentlicht in Eltern, Freizeit, Kinder, Partnerschaft | 28 Kommentare »

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